Digitaler Fotokurs
Das Heimstudio
Der eine oder andere möchte nicht nur draußen fotografieren, sondern unabhängig vom Wetter werden, vom Licht draußen und das eigene kleine Studio einrichten.

Für Aktfotos braucht man auf jeden Fall ein Studio.
Was ist zum eigenen Studio mindestens erforderlich?
Das ist abhängig davon, was Sie fotografieren möchten und wie oft Sie im Studio fotografieren werden.
Wollen Sie lediglich gelegentlich für eBay Versteigerungen kleinere Objekte fotografieren, reicht eine Minimalausstattung.
Für das Fotografieren von Personen muss es schon etwas umfangreicher werden und wenn Sie Menschen in Bewegung fotografieren möchten, muss der Aufwand nochmals größer werden.
Auf jeden Fall brauchen Sie neutrale Hintergründe und eine dem jeweiligen Verwendungszweck angepasste, mindestens ausreichende Beleuchtung.
Zunächst das einfachste, der Hintergrund.
Die flexibelste Lösung bieten faltbare Reflexwände, die in ihrem Inneren einen schwarzen und auf der anderen Seite weißen Hintergrund haben.

Das ist jedoch nur für kleinere Objekte und ausnahmsweise auch für ein Porträt eine brauchbare Lösung. Denn Sie müssen aufpassen wie ein Luchs, dass Sie nicht doch den halben Raum mit drauf bekommen, sondern tatsächlich nur den Hintergrund.

Die Reflexfolie zusammengefaltet
Besser ist ein Endloshintergrund, der natürlich nicht endlos ist, sondern bei geschickter Anwendung wie eine endlose Farbfläche im Bild erscheint. Endlos Hintergründe gibt es aus Papier oder aus Bühnenmolton.
Endloshintergrund aus Papier
Die Standardbreite für einen Endloshintergrund aus Papier beträgt 2,72 m. 11 m sind auf der Rolle. In der Standardbreite gibt es die größte Auswahl an Hintergrundfarben, außerdem sind diese Hintergründe relativ preiswert, Kosten so um die Euro 60 + Versandkosten je nach Anbieter.

Für größere Studios gibt es Papier Hintergründe in einer Breite von 3,55 m.
Vorteile und Nachteile des Endloshintergrunds aus Papier

Die Kette zum Auf- und Abrollen. Hiner dem
Papierhintergrund das schwarze
Bühnenmolton.
Solange sich im Papier keine Falten bilden, ist es der ideale Hintergrund für sämtliche Farben außer Schwarz. Als schwarzer Hintergrund ist es höchstens dann geeignet, wenn man auch auf dem Hintergrund Beleuchtungseffekte haben möchte, also von tiefschwarz bis in ein dunkles Grau. Denn im Gegensatz zu Bühnenmolton wird von einem Papierhintergrund das Licht nicht nahezu vollständig absorbiert, sondern ein schwarzer Papier Hintergrund reflektiert immer noch genügend Licht, um nur dort wirklich schwarz zu erscheinen, wo überhaupt kein Licht drauf fällt.
Für einen Endloshintergrund aus Papier benötigen Sie eine Abrollvorrichtung sowie eine geeignete Aufhängung. Die Abrollvorrichtung sollte auf jeden Fall auch über eine Abrollbremse verfügen, sonst rollt sich das Papier weiter selbst ab.
Ein Papier Hintergrund hat keine lange Lebensdauer. Spätestens wenn ein Modell zum ersten Mal mit Schuhen auf dem Papier Hintergrund ist, bilden sich auch sehr schnell Löcher im Hintergrund. Deshalb auch die große Länge von 11 m, man muss
Eigentlich sollte der Bügel ein selbsttägiges
Abrollen des Papierhintergrundes verhindern.
Aber wie das so ist, wenn ein Satz mit
"Eigentlich" beginnt, deshalb die
Klammer auf der Kette.
nämlich immer mal wieder etwas abschneiden. Außerdem reißt ein Papier Hintergrund sehr leicht an den Seiten ein, das kann man mit
viel Mühe allerdings verhindern, indem man auf beiden Seiten den Hintergrund mit einem Paket Klebeband umsäumt.
Der Hintergrund muss absolut waagrecht hängen, sonst kann man ihn anschließend nicht mehr sauber aufrollen.
Man muss sich auch bewusst sein, dass der Endlos-Hintergrund aus Papier mit seiner Breite von 2,72 m irgendwo aufbewahrt werden muss, wenn der vorübergehend zum Studio umgewandelte Raum wieder ganz normal genutzt werden soll. Doch das gilt ganz generell für das gesamte Studioequipment eines Hobbyfotografen, es muss bei Nichtbedarf auch einfach wieder zu verstauen sein.
Endloshintergrund aus Bühnenmolton
Bühnenmolton hat gegenüber dem Papier Hintergrund einige Vorteile, jedoch auch einige gravierende Nachteile.

Ein Blick in mein zum Studio umgewandeltes Wohnzimmer. Das Bühnenmolton füllt fast den gesamten Raum aus. Hier hat es eine Breite von 2,80 m, die restlichen 20 cm sind an einer Seite gerafft.
Ganz oben sehen Sie den Papier Hintergrund, der im Augenblick aufgerollt ist.
Für das Bühnenmolton braucht man keine kostspielige Aufhängung. Ich habe es an einer Seite bei einer Änderungsschneiderei zu einer Schlaufe mit genügend Durchmesser für stabile Vorhangstangen umnähen lassen, der Innendurchmesser der Schlaufe sollte mindestens 4-5 cm betragen, dann kann es ganz einfach auf eine zerlegbare Vorhangstange geschoben werden, die man entweder von der Decke oder der Wand abhängt. Dazu sind nicht mehr als zwei ausreichend stabile Haken in der Decke beziehungsweise der Wand erforderlich. Durch diese Art der Aufhängung hängt das Bühnenmolton, das in hohem Maße zur Faltenbildung neigt, völlig glatt ab. Außerdem ist es eine sehr preiswerte Lösung.
Die Faltenbildung ist das größte Problem bei Bühnenmolton. Bei tiefschwarzem Bühnenmolton kann man sie vernachlässigen, denn die dadurch entstehenden Schatten fallen auf dem schwarzen Hintergrund, der das Licht weit gehend absorbiert, meistens überhaupt nicht auf. Doch bei hellem Bühnenmolton ist man ständig damit beschäftigt, den Stoff immer wieder glatt zuziehen, um jede Faltenbildung, die zu sichtbaren Schatten im Stoff führen würde, zu vermeiden. Da ist ein sauber abgerollter Papier Hintergrund deutlich im Vorteil.
Weitere Nachteile sind mir nicht bekannt, ich arbeite sowohl mit hellen Papierhintergründen als auch mit schwarzem Bühnenmolton. Das weiße Bühnenmolton, dass ich mir mal angeschafft hatte, liegt jedoch nur noch nutzlos herum, die Faltenbildung war einfach zu problematisch.
Bühnenmolton hat eine lange Lebensdauer, ist außer gegen feuchte Verschmutzungen ziemlich unempfindlich gegen Schmutz und lässt sich leicht mit einem Staubsauger sauber halten. Es lässt sich nach dem Shooting zu einem handlichen Paket zusammenfalten, dass man irgendwo verstauen kann.
Bühnenmolton in der schweren Qualität (300 g/m²), die man für einen Endloshintergrund benötigt, hat standardmäßig eine Breite von 3 m. Für die Berechnung der erforderlichen Länge gilt, die Raumhöhe plus Abstand des Objekts beziehungsweise Models vom Hintergrund (mindestens 1 m) plus mindestens 1 m vor dem Modell.
Das macht bei einer Raumhöhe von 2,50 m eine erforderliche Länge von mindestens 5 m.
Die Beleuchtung
Die Frage nach der richtigen Beleuchtung ist fast noch schwieriger zu beantworten als die Frage nach dem richtigen Hintergrund.
Was braucht man mindestens?
Ein Hauptlicht und mindestens eine weitere Leuchte zum aufhellen von Schattenpartien. Dazu können weitere Lampen oder Blitzleuchten kommen, die Lichtakzente setzen.
Farbtemperatur, Lichtstärke, komfortable Handhabung
Farbtemperatur des Lichtes
Die Farbtemperatur der Beleuchtung spielt im Zeitalter der digitalen Fotografie praktisch keine Rolle mehr. Natürlich muss man Mischlicht vermeiden, also beispielsweise Tageslicht und Kunstlicht gemeinsam. Sämtliche Lichtquellen sollten eine einheitliche Farbtemperatur haben.
Doch egal, mit welcher Farbtemperatur Fotos aufgenommen werden, wenn man sich angewöhnt, grundsätzlich nur Rohdaten abzuspeichern und das JPEG Format nur für die endgültige Ausgabe für das Web beziehungsweise den Monitor verwendet, spielt die Farbtemperatur der Beleuchtungsquellen überhaupt keine Rolle mehr. In einer Rohdatendatei lässt sich nämlich jeder Farbstich durch die Farbtemperatur des Lichtes mit einem simplen Schieberegler des Bildbearbeitungsprogramms problemlos ausgleichen. Außerdem bieten viele digitale Kameras Voreinstellungen für bestimmte Beleuchtungssituationen an, dummerweise jedoch meistens nicht für die 3200° Kelvin, die Studiolampen haben. Die meist vorgegebene Einstellung Glühlampen mit 2300° Kelvin entspricht einer Glühbirne mit etwa 40 Watt.
Wenn Sie allerdings nur im JPEG Format abspeichern können, dann sollten Sie jeden Farbstich durch die Beleuchtung vermeiden, dann kommt von vornherein nur eine Blitzanlage infrage.
Mindest erforderliche Lichtstärke
Die mindest erforderliche Lichtstärke hängt von der Größe des Fotoobjektes ebenso ab wie davon, ob es sich bewegt oder als Objekt einfach hingestellt wird. Für sich nicht bewegende Objekte braucht man nicht annähernd soviel Licht wie für einen Menschen oder ein Tier vor der Kamera. Arbeitet man gerne mit Action Fotografie, dann braucht man nicht nur sehr viel Licht sondern auch schnell wieder zur Verfügung stehendes Licht.

Komfortable Handhabung
Die komfortable Handhabung spielt spätestens dann eine Rolle, wenn man ständig die Beleuchtung umstellen muss. Doch nicht nur bei der Arbeit im Studio, sondern ebenfalls beim Transport, dem Aufbau und Abbau der Beleuchtungsanlage spielt eine komfortable Handhabung eine erhebliche Rolle. Ganz besonders wenn man nicht einen Raum von vornherein ausschließlich als Studio vorsieht, sondern das ganze Equipment nach einem Shooting auch wieder verstauen muss. Da rächt es sich ganz schnell, wenn man am falschen Ende gespart hat. Denn je aufwändiger es wird, umso seltener wird man es benutzen.
Halogenleuchten vom Baumarkt
Für die Fotografie von Objekten reichen prinzipiell sogar schon Halogenlampen vom Baumarkt. Prinzipiell deshalb, weil das Licht dieser Lampen sehr stark gerichtet ist, ein weiches Licht bekommt man höchstens durch einen weißen Schirm davor oder indirekte Beleuchtung, in dem der Scheinwerfer zum Beispiel an die weiße Wand oder weiße Decke gerichtet wird. Doch damit geht sehr viel Licht verloren und man braucht bereits ein Stativ.
Videoleuchten
Die nächste Stufe besteht in Videoleuchten. Auch Videoleuchten haben ein sehr hartes Licht, jedoch eine deutlich höhere Lichtausbeute als Lampen vom Baumarkt. Eine Videoleuchte hat 500W, 1000 W, 1250 W oder zweimal 500- 1250 W. Zumindest die älteren Videoleuchten, die es gebraucht haufenweise bei eBay gibt, haben ein normales Foto-Stativgewinde und keine Vorrichtung für das anbringen von Reflex- oder Durchlicht-Schirmen. Da muss man irgendwelche Behelfs-Lösungen selbst bauen, wie in diesem Bild-Beispiel gezeigt.

Videoleuchten entwickeln eine extreme Hitze und sollten niemals länger als etwa 10 Minuten in Betrieb sein, sonst besteht die Gefahr, dass sich das Kunststoffgehäuse der Lampen verformt. Deshalb auch auf genügend Abstand zu brennbaren Materialien achten.
Es gibt 2 grundverschiedene Arten von Videoleuchten, entweder mit einem Halogenstab oder Halogenbirnchen. Letztere vertragen keine Neigung über 45° hinaus, während sie in Betrieb sind. Dann brennen sie sofort durch.
Studiolampen

Eine meiner beiden Studiolampen. Leuchtstäbe mit jeweils 1500 Watt.
Neue Studiolampen werden wohl außerhalb Ihrer finanziellen Reichweite sein. Diese Lampen werden für Filmstudios, Fernsehstudios, Studios für Werbefilme, Theater und Konzerthallen gebaut. Die stärkeren Studiolampen dürften auch für ein häusliches Stromnetz nicht mehr geeignet sein, denn die haben 5000 oder sogar 10.000 Watt. Deshalb haben die Fernsehsender und Filmstudios auch eigene LKWs, in denen die Generatoren montiert sind, mit denen man den nötigen Strom vor Ort erzeugen kann.
Gebraucht kann man jedoch gelegentlich bei eBay oder auch anderswo Studiolampen erwerben, meine beiden Studiolampen haben jeweils 1500 Watt. Ich habe sie gebraucht aus einem Werbestudio gekauft.
Blitzanlagen
Wer nur Fotos macht und nicht auch Videos dreht, ist mit einer Blitzanlage natürlich am besten bedient. Da hat man weder Probleme mit dem häuslichen Stromnetz noch Probleme mit der Farbtemperatur des Lichtes, die Probleme einer Blitzanlage liegen in ganz anderen Bereichen.
Doch sämtliche Studiofotos auf dieser Webseite, die vor Januar 2011 gemacht wurden, entstanden nicht mit einer Blitzanlage, sondern den beiden oben abgebildeten Studiolampen mit jeweils 1500 Watt. Die wenigen, noch vorhandenen älteren Fotos entstanden ebenfalls mit Studiolampen, damals waren es ein Stufenlinsen- Scheinwerfer und ein Weichstrahler mit jeweils 1000 Watt (Glühbirnen und nicht etwa Halogen) sowie zum aufhellen eine 500 W Leuchte. Inzwischen habe ich mir eine ältere, gebrauchte professionelle Studio Blitzanlage von dem renommierten Hersteller Broncolor angeschafft.
Beim Kauf einer Blitzanlage gibt es einige Kriterien, die grundsätzlich für alle Blitzanlagen gilt, unabhängig vom geplanten Einsatz.
Robustheit und Langlebigkeit
Blitzanlage sind einfach zu teuer, um sie nach wenigen Jahren bereits zu entsorgen. Blitzanlagen von Markenherstellern für die Ausstattung professioneller Studios leisten auch nach 40 Jahren noch ihre Dienste. Wer hier am falschen Ende spart, zahlt gegenüber einer guten Blitzanlage schnell drauf.
Im Studioalltag, insbesondere, wenn Models fotografiert werden, geht man mit einer Blitzanlage auch nicht unbedingt um wie mit einem rohen Ei. Sie muss also auch robust sein, wie eigentlich alles, was im Studioalltag zum Einsatz kommt.
Beschaffung von Ersatzteilen
Auch nach 10 Jahren sollten Ersatzteile noch verfügbar sein. das ist jedoch nur bei wenigen Markenherstellern gewährleistet, die schon seit Jahrzehnten am Markt sind und vermutlich noch weitere Jahrzehnte am Markt sein werden. Bei Elinchrome sind alle Geräte seit 1974 untereinander kompatibel! Bei Broncolor sämtliche Geräte und Blitzköpfe, die seit Einführung des Pulso Systems 1988 auf den Markt kamen, wobei selbst die ältesten Generatoren, abgesehen von dem früher bei Broncolor üblichen eigenen Format für den Synchronisationsstecker sogar noch mit modernsten Blitzköpfen kompatibel sind. Man kann also selbst mit einem schon über 40 Jahre alten Generator die aktuellen Blitzköpfe betreiben.
Für Amateur Fotografen schießen immer wieder neue Firmen aus dem Boden, die oft noch 2-3 Jahren schon wieder dichtmachen. Wenn danach etwas kaputt geht, können Sie Ihre Blitzanlage wegwerfen.
Ersatzteilbedarf gibt es insbesondere für die Einstelllampen, dabei handelt es sich um Halogenlampen mit 150-1200 W, sowie die Blitzröhre. Beide haben naturgemäß kein ewiges Leben, sondern sind ebenso wie alle übrigen Leuchtmittel Verbrauchsartikel.
Mir sind nur 5 Firmen bekannt, die professionelle Studioblitzanlagen bereits seit vielen Jahren bauan und bei denen die Ersatzteile auch nach vielen Jahren noch erhältlich sind:
Balcar
Broncolor
Elinchrome
Hensel
Multiblitz
Die Hersteller und Vertriebsfirmen, die oft aus chinesischer Fertigung ausschließlich den Markt der Fotoamateure bedienen, kann ich Ihnen guten Gewissens für die Anschaffung einer Blitzanlage nicht empfehlen. Oft genug sind bereits für 2-3 Jahre alte Anlagen, die gebraucht angeboten werden, keine Herstellerangaben mehr verfügbar, weil es den Hersteller oder die Marke schon gar nicht mehr gibt.
Zubehör, insbesondere verschiedene Reflektoren und Softboxen
Ebenso wie jeder Kamera Hersteller ein eigenes Bajonett für Wechselobjektive entwickelt hat, sind auch die Reflektoren und Softboxen der verschiedenen Hersteller untereinander nicht kompatibel. Zubehörfirmen bieten Adapter oder eigenes Zubehör an, jedoch nicht für jedes nur vorübergehend am Markt erhältliche Billigprodukt, sondern lediglich für langlebige Markenprodukte.
Die Komponenten einer Blitzanlage
Eine Blitzanlage besteht aus mindestens zwei Blitzköpfen.

Einer der 3 Blitzköpfe meiner Broncolor Blitzanlage mit dem früher üblichen UL-Bajonett des Herstellers.
Jede Blitzleuchte besteht aus einem Blitzkopf, der Blitzröhre im Blitzkopf, einer zusätzlichen Einstellleuchte in Form einer Halogen Birne, einem Stativ für jeden Blitzkopf, Reflektoren bzw. Softboxen und Kabel.

Blitzröhre und Einstelllampe. Die Einstelllampe, in diesem Fall eine Hallogenleuchte mit 350 W sitzt inmitten der ringförmigen Blitzröhre. Die Blitzröhre hat eine Belatbarkeit von 1600 Wattsekunden beziehungsweise nach neuerer Kennzeichnung 1600 J. Für dieses Foto wurde der Normalreflektor entfernt, Sie sehen nur noch die Reflektionsfläche im Blitzkopf selbst.

Der Normalreflektor mit einem relariv engen Abstrahlwinkel.
Grundsätzlich unterscheiden sich kleinere mobile Anlagen und größere professionelle Anlagen darin, ob der Blitz Generator im Blitzkopf eingebaut ist oder ein separates, zentrales Steuergerät ist.

Der schon recht betagte, immer noch sehr leistungsfähige Generator 140 0R von Broncolor für meine Studio Blitzanlage. Gebaut wurde dieses Gerät von 1968 - 1978.
Im Augenblick sind zwei Blitzgeräte angeschlossen, es ist noch Platz für zwei weitere. Sie sehen den Funkauslöser mit externer Stromversorgung, das ist der kleine Kasten mit dem Spiralkabel. Dank dem erstklassigen Service von Broncolor konnte das Problem mit den nicht kompatiblen Synchronsteckern der alten Anlagen problemlos gelöst werden, ein Anruf genügte, der Stecker war schon unterwegs und wurde anstatt des heute üblichen Synchronsteckers an das Kabel des Funkauslösers angelötet.
Die Schalter kurz erklärt:
Rot: an und aus
Grün: Auslöser für Testblitz
Weiß: Einstelllampen an oder aus
Gelb: Reduzierung der Blitzleistung
Mit dem Drehschalter werden die Einstellleuchten auf volle Leistung oder Teilleistungen eingestellt. Zwischen den Knöpfen und dem Drehschalter befindet sich die Fotozelle. Dieser Generator leistet 3200 J, was bei voller Leistung für die beiden angeschlossenen Blitzköpfe je 1600 J bedeuten würde. Viel zu viel Licht für mein Wohnzimmer. Deshalb ist die Leistung auf das Minimum reduziert.
Die Ansteuerung des Blitzes von der Kamera erfolgt über Kabel, Funkfernsteuerung oder (nur bedingt zu empfehlen) einen Infrarotblitz, der die Fotozellen der einzelnen Komponenten ansteuert.
Einen Infrarotblitz kann ich aus folgendem Grund nur bedingt empfehlen: die Fotozelle des Empfängers (egal ob zentraler Generator oder Kontaktblitzgeräte) muss sich im Abstrahlungswinkel des Infrarotblitzgerätes befinden. Bestenfalls helle Hintergründe könnten ebenfalls noch ausreichend sein, um durch ihre Reflektion die Fotozelle zu erreichen. Doch viele Porträts auf dieser Webseite wären mit einem Infrarotauslöser nicht möglich gewesen. Deshalb entweder Kabel oder Funk.
Die meisten modernen Spiegelreflexkameras in der Consumerklasse verfügen nicht über einen Kabelanschluss für Blitzgeräte. bestenfalls gibt es einen Zubehörschuh für die Blitzgeräte des Kameraherstellers. Sie müssen also bei der Anschaffung einer Blitzanlage auch die Verbindung vom Zubehörschuh zum Kabel beziehungsweise die Funkfernsteuerung einplanen.
Besitzt Ihre Digitalkamera keinen Zubehörschuh zum Aufstecken externer Blitzgeräte, können Sie nur über den Kamerablitz eine Blitzanlage auslösen. Dabei bitte beachten, dass die meisten Digitalkameras mit eingebauten Blitzgerät einen kurzen Vorblitz zur Messung und zur Vermeidung roter Augen aussenden. Der Vorblitz würde die Blitzanlage bereits auslösen, dann ist der Verschluss jedoch noch geschlossen. Wenn der Verschluss öffnet, ist der Blitz von der externen Blitzanlage bereits wieder erloschen, das Foto wäre drastisch unterbelichtet.
Soweit Ihre Kamera in den Einstellungen die Möglichkeit bietet, den Vorblitz abzuschalten, sollten Sie das unbedingt machen, wenn Sie über den Kamerablitz die Blitzanlage auslösen möchten.
Bei meiner Pentax muss man dazu die Blende am Objektiv aus der automatischen A-Stellung drehen und stattdessen manuell einstellen. Dann wird kein Messblitz ausgesendet und der eigentliche Blitz löst die Blitzanlage aus.
Verschiedene Reflektoren und Softboxen
Blitzköpfe werden meistens ohne jeden Reflektor ausgeliefert. Vom engen Spot bis zur riesigen Oktagon Softbox gibt es reichlich Auswahl an verschiedenen Reflektoren. Vorausgesetzt die Blitzleistung reicht für eine große Softbox, ergibt sich mit einer Softbox ein sehr weiches Licht als Hauptlichtquelle für Porträts und viele andere Anwendungszwecke.

Mein Hazylight. Im Gegensatz zu einer Softbox ist ein Hazylight eine feste Box mit einem Bügel, durch den es sich in jeder Richtung schwenken lässt. Ein altes Säulenstativ von Linhof wurde mit neuen Rollen ausgestaltet und zum Säulenstativ für das Hazylight umgewandelt. Glücklicherweise ist ein Hazylight recht leicht, der Blitzkopf im Hazylight ebenfalls, andernfalls bräuchte das Säulenstativ ein Gegengewicht. Es steht gerade noch stabil genug.
Diese Konstruktion zeigt jedoch auch deutlich, dass man ziemlich viel Platz für ein Heimstudio benötigt. Schon der Stativeigenbau zeigt die Problematik mit professionellem Equipment, denn ein reguläres Säulenstativ für Blitzgeräte ist mindestens 3 m hoch. Doch so hoch ist meine Wohnung nicht. Also musste ich eine andere Lösung finden. Und natürlich braucht das 1x1 m große Hazylight auch ziemlich viel Platz, ganz besonders wenn es wie im nächsten Foto nach unten geschwenkt wird.

Die beliebige Schwenkbarkeit eines Hazylight ist neben seiner speziellen Lichtcharakteristik ein bedeutender Vorteil gegenüber einer Softbox. Denn eine Softbox lässt sich in der senkrechten zwar beliebig nach oben schwenken, nach unten jedoch nur soweit, wie es nicht an das Lampenstativ anstößt. Mit einem Hazylight lässt sich praktisch jede beliebige Lichtsituation herstellen.
Auch das zweite Blitzgerät sollte ein weiches Licht liefern, es dient nur zum aufhellen von Schatten. Denn so gut wie nie wird man das Hauptlicht aus derselben Richtung kommen lassen wie die Kamera.
Statt einer kleinen Softbox kann man auch zu einem Beauty Reflektor greifen, der ist einfacher zu handhaben, bietet ein weiches Licht und lässt sich auch leichter verstauen. Die Softbox bietet erst dann echte Vorteile, wenn Sie deutlich größer als ein großflächiger Reflektor ist und dadurch ein noch viel weicheres Licht liefert.
Alle übrigen Reflektoren, Wabenvorsätze usw. benötigt man nur für spezielle Lichteffekte.

Arbeiten Sie mit Models und das Model soll nicht stocksteif auf einem Stuhl sitzen, muss Ihre Beleuchtungseinrichtung ohne Umstellung der Beleuchtung einen Bereich von mindestens 1 m², besser 2-3 m² ausleuchten können.
Blitz Folgezeit
Bei der Table Top Fotografie können Sie die Blitz Folgezeit getrost vernachlässigen, arbeiten Sie mit Models, sieht die Sache schon ganz anders aus.

Längere Blitzfolgezeiten als 2 Sekunden sind in diesem Bereich auf keinen Fall akzeptabel. Sonst werden Sie oft die besten Momente und Gesichtsausdrücke verpassen, weil der Blitz noch nicht wieder aufgeladen hatte.

In der Action-Fotografie sollten Blitz-Folgezeit und Aufnahmebereitschaft der Kamera so gut wie möglich übereinstimmen. Also möglichst eine Blitz Folgezeit bei voller Leistung von weniger als einer halben Sekunde. Bei reduzierter Leistung stehen dann noch kürzere Blitzfolgezeiten zur Verfügung, die fast schon mit der Serien-Bildfunktion der Kamera mithalten können.
Einzelne Blitzgeräte oder ein Generator mit mehreren Blitzgeräten?
Der Generator ist ganz generell zu bevorzugen, es sei denn, es geht um den leichten Transport und schnellen Aufbau. Einzelne Geräte mit eingebautem Generator scheinen zwar auf den ersten Blick deutlich billiger zu sein als eine Anlage mit einem zentralen Generator, doch auf den zweiten Blick kann die vermeintlich billigere Anlage sehr schnell teurer werden als die professionelle Anlage. Bei einem zentralen Generator brauchen Sie lediglich eine Kabel- oder Funkverbindung von der Kamera zum Generator, um sämtliche daran angeschlossenen Blitzgeräte gleichzeitig auslösen zu können.
Kompakte Blitzanlagen haben gerade im Bereich der Actionfotografie einen weiteren gravierenden Nachteil. Die kompakte Bauweise führt zu thermischen Problemen, sobald in kurzer Folge mehrere Auslösungen erfolgen. Das führt dann recht häufig zur totalen Überhitzung des Kondensators, der daraufhin explodiert. Nur mit viel Glück ist davon nur der Kondensator betroffen, meistens zerstört die Explosion den Blitzkopf.
Servicefirmen können ein Lied davon singen, wie viele Blitzköpfe wegen explodierter Kondensatoren eingeschickt werden.
Wenn Sie Actionfotografie mit kurzen Bildfolgen betreiben möchten und sich eine professionelle Blitzanlage mit separatem Generator nicht leisten können (auch gebraucht deutlich über Euro 1000), dann lassen Sie die Finger von einer kompakten Blitzanlage und investieren stattdessen lieber in eine gute Studiobeleuchtung, dass ist nicht nur deutlich billiger, zumal es dazu immer wieder Angebote auf eBay gibt, Sie haben auch kein Problem mit der Blitz Folgezeit und Überhitzung der Kondensatoren.
Der Schlitzverschluss und Blitzanlagen
Der Schlitzverschluss ist das eigentliche Problem in Zusammenarbeit mit einer Blitzanlage. Bei einem Schlitzverschluss läuft ein schmaler Schlitz horizontal über die gesamte Aufnahmefläche. Eigentlich sind es zwei gegenläufige Bewegungen, es gibt einen vorderen Vorhang und einen hinteren Vorhang bei einem Schlitzverschluss. Kameras für die Studiofotografie wie die Hasselblad oder die modernere Mamiya RZ 67 verfügen deshalb über einen abschaltbaren Schlitzverschluss und Zentralverschlussobjektive für die Zusammenarbeit mit Blitzanlagen.
Geringste Auslöseverzögerungen beispielsweise durch die Steuerung mit Fotozellen können dazu führen, dass der Schlitz schon weiter gewandert ist und Sie 2-3 verschiedene Bilder im Bild haben, jeweils mit ganz anderen Beleuchtungssituationen. Als Beispiel ein Foto mit 1/45 Sekunde, das ich nach einer Heidelberger Schlossbeleuchtung von Feuertänzerinnen gemacht habe. Die Fackeln bilden nicht etwa eine kreisrunde Bewegung, sondern sind fünfmal im Bild abgebildet, jeweils dort, wo der Schlitz sich gerade während der Aufnahme befand.

So etwas lässt sich nur mit Zentralverschlussobjektiven vermeiden, die es jedoch für die üblichen digitalen Spiegelreflexkameras selbst im Profisektor nicht gibt.
Da müssten Sie schon eine Hasselblad oder eine Mamiya RZ67 mit einem Digitalrückteil erwerben. Wenn Sie nicht gerade über ein üppiges Vermögen verfügen, brauchen Sie an die Anschaffung dieser Kameras und der Digitalrückteile noch nicht einmal zu denken.
Vergleich Lampen und Blitzanlagen
Fotolampen |
Studioblitzanlagen |
Gebraucht recht preiswert zu haben |
Gute Anlagen auch gebraucht sehr teuer |
Unabhängig von der Belichtungszeit |
Abhängig von der Blitz Synchronisation der Kamera |
Starke Hitze Entwicklung |
Geringe Wärmeentwicklung |
Hoher Stromverbrauch |
Geringer Stromverbrauch |
Relativ geringe Lichtausbeute |
Sehr hohe Lichtausbeute |
Nicht kompatibel mit Tageslicht |
Farbtemperatur um die 5500° Kelvin, damit kompatibel zum Tageslicht |
Wegen der starken Hitze Entwicklung keine Softboxen möglich |
Jeder beliebige Reflektor ist kompatibel |
Nur bedingt einstellbare Lichtleistung |
Lichtleistung in mehreren Stufen einstellbar |
Auch für Serienaufnahmen geeignet |
Nicht für Serienaufnahmen geeignet |
Der Verschluss kann jederzeit ausgelöst werden |
Nachladerhythmus, bevor wieder ausgelöst werden kann |
Kompatibel mit Videos |
Nicht kompatibel mit Videos |
Keine roten Augen |
Rote Augen, wenn der Blitz direkt in die Netzhaut leuchtet |
Keine Probleme mit dem Schlitzverschluss |
Gelegentlich Probleme mit dem Schlitzverschluss |
Die hohe Lichtleistung, die für Actionfotografie und kurze Belichtungszeiten erforderlich ist, braucht mindestens 4000 - 5000 Watt |
Eine Blitzanlage mit mindestens 500 Watt- Sekunden liefert auf jeden Fall genügend Licht für Actionfotografie, doch Nachladerhythmus beachten |
Dieses Problem gibt es mit Lampen nicht |
Ihre digitale Kamera muss auf die Zusammenarbeit mit einer Blitzanlage eingerichtet sein. Entweder mit einem Anschluss für das Blitzkabel oder einem Zubehör-Schuh mit Anschlussmöglichkeit für externe Blitzgeräte.
Gibt es lediglich einen Zubehörschuh, benötigen Sie zusätzlich einen Kabel- oder Funkauslöser zum aufstecken auf den Zubehör-Schuh.
Gibt es, wie bei vielen billigeren Kameras weder noch, können Sie eine Blitzanlage nur mit dem kameraeigenen Blitz und Fotozellen an der Blitzanlage auslösen. |
Im Großen und Ganzen überwiegen die Vorteile einer Blitzanlage, zumindest einer guten Blitzanlage gegenüber Studiolampen, allerdings ist auch der Preisunterschied, selbst bei der Beschaffung gebrauchter Geräte überaus deutlich.
Nutzen Sie Ihr Heimstudio nur ziemlich selten, lohnt die Anschaffung einer guten Blitzanlage meistens nicht. Von billigem Blitz Anlagen sollten Sie ohnehin die Finger lassen, nicht umsonst werden diese Geräte gebraucht haufenweise angeboten, weil die bisherigen Besitzer damit ganz und gar nicht zufrieden sind.
Sie sollten sich aber auch darüber klar sein, dass Blitzanlagen zwar sehr viel Licht liefern, Bewegungen jedoch grundsätzlich eingefroren werden, denn ein Blitz leuchtet deutlich kürzer als eine Fünfhundertstelsekunde. Das ist zwar meistens erwünscht, jedoch nicht immer.

Dieses Foto wäre mit einer Blitzanlage nicht möglich gewesen. Die Haare würden eingefroren von dem Modell wegstehen, anstatt den Eindruck einer fließenden Bewegung des Kopfes zu vermitteln.
Dieses Foto entstand bei Blende 5,6 und 1/60 Sekunde Belichtungszeit. Jede noch kürzere Belichtungszeit hätte die Bewegung total eingefroren.
Bei der Anschaffung einer professionellen gebrauchten Studio Blitzanlage bedenken Sie bitte auch den Platzbedarf. Diese Anlagen sind für Studios gebaut und nicht für das Wohnzimmer, das gelegentlich mal in ein Studio umgewandelt wird. Alleine ein Hazylight hat einen Durchmesser von mindestens 1 m und ist nicht zerlegbar. Dazu brauchen Sie ein stabiles Säulenstativ, das Sie ebenfalls nicht so einfach in den Besenschrank oder den Keller räumen können, schon alleine wegen des Gewichts.
Das über das Hazylight gesagte gilt übrigens auch für Softboxen. Ein Hersteller bietet Softboxen an, die wie ein Regenschirm auf gefaltet werden und bei denen sich die Diffusions-Folien ebenfalls sehr leicht anbringen lassen sollen. Da ich diese Softboxen noch nie getestet habe, kann ich auch keine Empfehlung dafür aussprechen. Sollten Sie jedoch halten, was der Hersteller verspricht, wären sie für das nur gelegentlich genutzte Heimstudio eine geradezu ideale Lösung.
Die üblichen Softboxen jedoch, die mit einem Gestänge aufgebaut werden, sind in der Handhabung des Auf- und Abbaus so kompliziert, dass sich praktisch niemand diesen Aufwand ein zweites Mal zumutet. Also entweder Sie haben genügend Platz, um die Softbox nach dem Shooting irgendwo verstauen zu können oder Sie lassen die Finger davon.
Tageslichtleuchten
Für unbedarfte Amateure wurden sogenannte Tageslichtleuchten entwickelt, die als großflächige Lampen meistens aus mehreren Energiesparlampen zusammengesetzt wurden. Damit wird zugleich suggeriert, dass es sich um kleinere Ausgaben der Kaltlichtleuchten handeln würde, die zunehmend Einzug in Filmstudios, Fernsehstudios und Konzertsäle halten.
Doch diese Leuchten-Typen haben nichts miteinander zu tun. Eine Kalttlichtleuchte dürfte ebenso wie hochwertige Studiolampen weit außerhalb Ihrer finanziellen Reichweite sein.
Ich kann Ihnen die auf eBay und diversen Webshops für Fotoamateure angebotenen Tageslichtleuchten auf keinen Fall empfehlen.
Es sei denn, Ihre Kamera kann nur im JPEG Format abspeichern. Doch bevor Sie sich dann eigentlich ungeeignete Lampen anschaffen, von denen Sie auch mindestens zwei Stück für die Objektfotografie benötigen würden, für alles andere reicht die Lichtleistung ohnehin nicht, investieren Sie dieses Geld in eine bessere Kamera, das ist nicht nur viel billiger, sondern erweitert auch deutlich ihre fotografischen Möglichkeiten.
Energiesparlampen sind als Lichtquelle für die Fotografie außerdem wegen ihrer Farbzusammensetzung eigentlich völlig ungeeignet. Denn bei Energiesparlampen fehlt der Rotanteil des Lichtes. Sie erhalten also verfälschte Farben und nicht etwa das, was Sie wollten, nämlich Farben wie bei Tageslicht.
Bei 5500° Kelvin, dem statistischen Durchschnittswert des Tageslichts, auf die alle Farbfilme außer für spezielle Lichtverhältnisse konfektionierte Filme abgestimmt sind , ebenso wie der Sensor einer Digitalkamera bei der Einstellung Tageslicht, haben die drei Grundfarben Rot, Blau und Grün einen Anteil von exakt einem Drittel. Doch der für unsere Wahrnehmung so wichtige Rotanteil fehlt bei Energiesparlampen praktisch völlig. Somit liefern sie auch kein echtes Tageslicht und werden als Lichtquelle von empfindlichen Personen als unangenehm empfunden.
Die Kosten eines Heimstudios
Wie hoch diese Kosten sind, hängt von vielen Dingen ab. Wenn man nur neu gekaufte Ausrüstungsgegenstände akzeptiert, dann sind die Kosten deutlich höher als bei der Akzeptanz von gebrauchten Artikeln.
Für einen Endloshintergrund (Hintergrundkarton oder Bühnenmolton) etwa Euro 60 bis Euro 200, ohne Aufhängung, abhängig von der Größe.
Die Kosten der Aufhängung variieren, reichen von ca. Euro 60 bis etwa Euro 500. Je nachdem, wie professionell die Aufhängung sein soll und wie viele Hintergrundkartons gleichzeitig abrollbereit sein sollen.
Die Grundausstattung an Lampen kann bei Halogenlampen von wenigen Euro bis über 1000 Euro betragen. Abhängig vom Aufwand, den Sie treiben und ob es auch etwas gebrauchtes sein darf oder alles neu sein muss. Das einzige was an einer Lampe normalerweise irgendwann kaputt geht, ist der Halogenbrenner und gelegentlich auch mal eine Sicherung. Solange die Lampen nicht restlos überhitzt werden, haben sie ein fast ewiges Leben.
Gebrauchte Studiolampen werden nur sehr selten angeboten.
Eine halbwegs vernünftige Blitzanlage bestehend aus zwei Blitzköpfen, einem weiten Reflektor und einer größeren Softbox kostet ohne Stative mindestens Euro 1300. Blitzanlagen für unter Euro 700 Neupreis sollten Sie nicht in nähere Erwägung ziehen. Die sind entweder von NoName Herstellern mit den bereits geschilderten Problemen bei der Ersatzteilbeschaffung oder von Markenherstellern nur fürs Passbildstudio geeignet.
Gute Lampen-Stative kosten neu zwischen Euro 50 und Euro 300, doch Lampen Stative kann man unbedenklich gebraucht kaufen, solange sie nicht erkennbar mechanische Schäden aufweisen.
Objektfotografie (Table Top) im Studio
Dazu gibt es eine eigene Anleitung, Objekte ausleuchten und fotografieren
Models im Studio
Alles über die für Amateure wichtigsten Bereiche Portrait und Akt. Zu jedem Foto gibt es nähere Erläuterungen. Einfach auf das Foto klicken.
