Digitaler Fotokurs

Filter

Polarisationsfilter

Verschiedene Filter auf dem Lichttisch, nachträglich vom Hintergrund freigestellt.

 

Für die analoge Fotografie, ganz besonders Schwarz-Weißfotos wurden zahllose Filter entwickelt.

 

Mit einem Orange-Filter kann man beispielsweise den Kontrast von Wolken zum Himmel erheblich verstärken, natürlich nur in der Schwarzweiß Fotografie anzuwenden, sonst würde das gesamte Bild einen orangefarbenen Farbstich bekommen.

Welche Filter sind heute noch empfehlenswert?

Die meisten Filter aus der Schwarzweiß Fotografie waren schon für Farbfotos nicht mehr aktuell, denn mit diesen Filtern wurden unter anderem Abbildungsschwächen der beiden gängigen Sorten von Schwarzweißfilm ausgeglichen oder Kontraste beeinflußt. In der Farbfotografie hätten dieselben Filter für massive Farbstiche gesorgt.

 

Filter, die in der Farbfotografie nach wie vor Anwendung fanden, sind insbesondere das Skylight-Filter, das UV-Filter und das Polarisationsfilter, meist als Polfilter bezeichnet. Darüber hinaus Filter zum Ausgleich der Farbtemperatur des Lichts, die es in unterschiedlichen Stärken gibt, als Rotfilter vom R1 bis zum R12 und als Blaufilter vom B1 bis zum B12.

 

Von all diesen Filtern ist heute eigentlich nur noch das Polarisationsfilter von Interesse.

Filter zum Weißabgleich

Filter zum Weißabgleich braucht man in der Digital Fotografie nicht mehr, wenn man entweder den Weißabgleich der Kamera bereits vor der Aufnahme vornimmt, was jedoch selten endgültig und feinfühlig genug gelingt, oder ganz generell nur im Rohdatenformat abspeichert und die Farbtemperatur anschließend mit einem geeigneten Bildbearbeitungs-Programm nachreguliert.

 

Praktisch jeder Kamera, die das Speichern in Rohdaten zulässt, liegt beim Kauf bereits eine einfache Bildbearbeitungssoftware bei, mit der sich Rohdatendateien nachträglich anpassen lassen. Das Optimum zur Verwaltung von Rohdatendateien ist das zum Photoshop gehörende Adobe Bridge.

 

Wer jedoch nur im JPEG Format abspeichern kann, muss nach wie vor sehr sorgfältig mit dem Weißabgleich umgehen, denn aus einem JPEG nachträglich einen Farbstich zu entfernen, kann zu einer Sisyphusarbeit werden. Doch selbst einfachste Digitalkameras bieten dafür meistens bereits einige Voreinstellungen an, wie beispielsweise Tageslicht (5500° Kelvin), bewölkter Himmel beziehungsweise Schatten (je nach Kamera 10.000-15.000° Kelvin), Glühlampenlicht (2800° Kelvin) und einige mehr.

 

Gerade bei Kunstlicht spielen bereits 100° Kelvin Abweichung vom korrekten Wert eine ganz erhebliche Rolle. Mit 200° Kelvin zu wenig wird ein Gesicht bereits leichenblass und umgekehrt, mit 200° Kelvin zu viel, zum Sonnenbrand. In der Objektfotografie kommt es ebenso auf eine völlig korrekte Farbeinstellung an.

 

Doch dafür braucht man heute keine Filter mehr, das macht man mit dem Weißabgleich der Kamera und der Feinregulierung in der Rohdatendatei. Wer früher mit Negativfilm fotografiert hat, musste auch nicht so sorgfältig mit dem Weißabgleich umgehen, denn bereits Ende der Sechzigerjahre wurden Farbstiche im Großlabor bei Abzügen vollautomatisch ausgeglichen.

 

Nur wer einen Diafilm benutzte, musste sehr sorgfältig die Farbtemperatur des Lichts ermitteln und mit Blau- oder Rotfiltern eine Abweichung von der Sensibilisierung des Films korrigieren. Tageslichtfilm ist auf 5500° Kelvin sensibilisiert, Kunstlichtfilm auf 3200° Kelvin. Denn auf dem Diafilm war ein Farbstich endgültig.

 

Was für den Diafilm gilt, gilt heute noch in etwas geringerem Maße für das abspeichern im JPEG Format, denn in diesem Format ist der Farbstich auch schon fast endgültig, nur Experten in der Bildbearbeitung können aus einem JPEG nachträglich einen Farbstich restlos heraus korrigieren.

 

Dennoch braucht man heute keine Filter mehr, sondern lediglich eine Digitalkamera, die einen zuverlässigen Weißabgleich bietet.

Skylightfilter

Skylightfilter haben seit der Erfindung der Digital Fotografie ausgedient. Der leicht rosafarbene Filter diente zum Ausgleich eines Blaustichs bei bewölkten Himmel, viele Amateurfotografen ließen ihn als Objektivschutz ständig auf dem Objektiv.

 

Heute wird das per Weißabgleich vorgenommen. Für das Skylightfilter gibt es in der digitalen Fotografie keinen Bedarf mehr.

UV-Filter

 

Auch UV-Filter haben seit etlichen Jahren ausgedient. Das hat nun wiederum nichts mit der Digital Fotografie zu tun, sondern mit der Entwicklung von Vergütungen für Objektive, die den hohen UV Anteil des Lichts insbesondere im Hochgebirge von vornherein ausfiltern.

Polarisationsfilter

Polarisationsfilter

 

Polarisationsfilter sind die einzigen Filter, die auch in der digitalen Fotografie eine wichtige Rolle spielen. Noch nicht einmal im Photoshop kann man nachträglich das Licht polarisieren.

Was macht ein Polarisationsfilter?

Licht schwingt in allen Ebenen. Ein Polarisationsfilter lässt nur noch eine einzige Schwingungsebene des Lichts durch. Das führt natürlich auch zu einer mehr oder minder starken Abdunkelung, je nachdem, wie viel Licht in den anderen Ebenen, die man mit einem Polarisationsfilter absorbiert, schwingt, kann bis zu zwei Dritteln des Lichts ausgesperrt werden. Doch keine Angst, das sind nicht mehr als zwei Blendensstufen.

Wofür braucht man das Polarisationsfilter?

Unerwünschte Reflexionen auf nichtmetallischen (genauer gesagt elektrisch nicht leitenden Oberflächen) können je nach Einfallswinkel des Lichts auf die reflektierende Oberfläche weit gehend bis vollständig absorbiert werden.

 

Mit Polarisationsfiltern können Sie Dunst in der Ferne weitgehend auflösen. Natürlich können Sie damit keinen Nebel wegzaubern, doch den typischen Dunst, den es insbesondere in warmen Regionen wie beispielsweise dem Oberrheingraben im Sommer fast immer in der Ferne gibt, können Sie damit weitgehend durchdringen, und plötzlich nimmt das Randgebirge der Rheinebene Gestalt an.

 

 

 

 

Ferienwohnung in der Toskana ohne Polarisationsfilter. Im Photoshop bereits nach bearbeitet, sonst wären die Farben noch viel blasser.

 

 

Dasselbe Motiv, ein etwas anderer Ausschnitt und Blickwinkel, diesmal mit Polarisationsfilter. Im Photoshop wurden lediglich noch die nahezu schwarzen Schattenpartien etwas aufgehellt.

 

Mit Polarisationsfiltern lassen sich Farben intensivieren, insbesondere die Blautöne des Himmels, da das Licht, das vom Himmel kommt, ebenfalls Reflexionen an Staubteilchen enthält, die z.T. linear polarisiert sind. Da auch das wiederum von den Winkelverhältnissen des Lichtwegs und den Eigenschaften der Atmosphäre abhängt, kann es passieren, daß Teilbereiche des Himmels intensiver und dunkler blau zu sehen sind als andere.

 

 

Dieses Foto dient der Demonstration einer übertriebenen Handhabung des Polfilters und soll nicht etwa zur Nachahmung anregen.

Die beiden Arten von Polfiltern

Das lineare Polarisationsfilter

Ursprünglich wurden nur lineare Polarisationsfilter eingesetzt, doch mit dem zunehmenden Aufkommen von Belichtungsmessung und Auto Focus durch das Objektiv konnten die linearen Polfilter bei einigen Kameramodellen nicht mehr eingesetzt werden.

 

Das Licht wird in einer einzigen Schwingungsebene polarisiert, so können unerwünschte Reflexionen auf nichtmetallischen Oberflächen eliminiert werden.

 

Polarisationsfilter

 

Zwei Polarisationsfilter, sich teilweise überlappend, auf einem Lichttisch. Liegen sie einfach so übereinander, wird das Licht lediglich etwas stärker abgedunkelt, wie in dem sich überlappenden Bereich deutlich zu sehen ist.

 

 

Polarisationsfilter

 

Dieselben Polfilter, nur dass diesmal das obere Polfilter in eine 90° Stellung zum unteren Polfilter gebracht wurde. In dem sich überlappenden Bereich wird das Licht nahezu vollkommen gesperrt, ein ganz klein wenig kommt noch durch, denn sonst wäre kein Unterschied mehr zwischen dem dunkelblau wirkenden Filterglas und der Fassung zu sehen.

Das zirkulare Polfilter

Mit dem zunehmenden Aufkommen von Belichtungsmessung durch das Objektiv und Auto Focus konnten lineare Polarisationsfilter bei den meisten gängigen Kameras nicht mehr verwendet werden.

 

Damit trotz Belichtungsautomatik und Auto Focus noch Polarisationsfilter eingesetzt werden können, wurde das zirkulare Polarisationsfilter entwickelt. Ein zweites Filter hinter dem eigentlichen, nach wie vor linearen Polfilter bringt das Licht in eine zirkulare Bewegung.

 

Der Auto Focus funktioniert wieder einwandfrei und auch die Belichtungsmessung durch das Objektiv nimmt lediglich die Abdunkelung durch das Polfilter wahr, ohne deshalb in seiner Funktion gestört zu sein.

 

Für viele moderne Kameras mit Innenmessung und Auto Focus können Sie deshalb nur noch zirkulare Polfilter verwenden, es sei denn, Sie stellen sowohl die Belichtungszeit mit dem erforderlichen Verlängerungsfaktor als auch die Entfernung manuell ein.

Wie setzt man einen Polarisationsfilter ein?

Das Polarisationsfilter wird vor das Objektiv gesetzt, und während man durch den Sucher sieht, dreht man an dem Filter, bis der gewünschte Effekt erreicht ist.

 

 

Bei diesen beiden Fotos wurde das Polfilter mit zwei unterschiedlichen Drehstellungen eingesetzt. Im oberen Foto wurden nahezu sämtliche Lichtreflexe auf den Ästen und Blättern durch das Polarisationsfilter eliminiert, gleichzeitig kommen die Farben sehr satt.

 

Im unteren Foto wurde das Polarisationsfilter so weit gedreht, bis die Lichtreflexe auf den Ästen und den Blättern noch deutlich verstärkt wurden. Doch die Stellung des Polfilters beeinflusst keineswegs nur die Lichtreflexe, sondern zugleich auch Helligkeit und Intensität der Farben, wie diese beiden Fotos im Vergleich deutlich zeigen.

 

 

Der Verlängerungsfaktor der Belichtung sollte eigentlich von der Belichtungsmessung durch das Objektiv korrekt erfasst werden. Ist das nicht der Fall, Sie können schließlich das Ergebnis unmittelbar nach der Aufnahme auf dem Display kontrollieren, müssen Sie die Belichtung manuell korrigieren. Mitunter wird ein Foto durch einen Polfilter etwas zu dunkel. Merken Sie sich in diesem Fall die Zeit / Blenden Kombination und schalten die Kamera um auf manuelle Belichtung. Öffnen Sie anschließend die Blende um eine Stufe oder verlängern die Belichtungszeit auf das Doppelte. Dann sollte es eigentlich klappen.

Auto Focus und Polarisationsfilter

Bei den meisten Objektiven erfolgt die Fokussierung durch drehen der Frontlinse. Jede Neufokussierung der Kamera würde auch das Polarisationsfilter mitdrehen.

 

Schalten Sie daher bei Benutzung eines Polarisationsfilters den Autofokus der Kamera ab und stellen die Entfernung manuell ein. Erst danach wird das Polfilter in die richtige Position gedreht. Bei Landschafts Fotos mit der Entfernungseinstellung unendlich ist das allerdings nicht erforderlich, denn in diesem Fall findet auch keine Neufokussierung der Entfernung statt, wenn Sie die Kamera geringfügig schwenken.

Kann ich ein lineares Polfilter an der Digitalkamera verwenden?

Prinzipiell ja, jedoch wird dann weder die automatische Belichtungsmessung noch der Auto Focus zuverlässig funktionieren. das ist allerdings abhängig von der verwendeten Mess-Technik, bei Pentax Kameras funktionieren auch mit linearen Polfiltern sowohl die Belichtungsmessung als auch Entfernungseinstellung problemlos. Bei den meisten anderen Kameraherstellern wird eine andere Meßtechnik verwendet, die mit einem linearen Polfilter nicht funktioniert.

 

Auch wenn Sie keinen Handbelichtungsmesser haben, können Sie dennoch die korrekte Belichtung ermitteln. Messen Sie zunächst die Belichtung wie gewohnt mit der Kamera, merken sich diesen Wert und stellen auf manuelle Belichtung um. Anschließend setzen Sie das Polfilter vor das Objektiv und verlängern die Belichtungszeit um 150 %, denn das ist der normale Lichtverlust durch ein Polfilter, oder um es mit dem fotografisch korrekten Ausdruck zu sagen, der Verlängerungsfaktor für ein Polfilter beträgt durchschnittlich 1,5.

 

Praktisches Beispiel

 

Sie messen ohne Polfilter bei Blende 5,6 eine Belichtungszeit von 1/250 Sekunde. Nachdem Sie die Kamera auf manuelle Belichtung umgestellt haben, nehmen Sie stattdessen eine Belichtungszeit von 1/ 90 Sekunde bei bei gleich bleibender Blende. Normalerweise sollte die Belichtungszeit stimmen, ist das Foto dennoch unter- oder überbelichtet, korrigieren Sie die Belichtungszeit, bis es stimmt.

 

Denn die 1,5 fache Verlängerung gilt nicht unbedingt, der Verlängerungsfaktor ist erstens abhängig vom Polarisationsfilter und zweitens von der Drehstellung des Filters. Der Verlängerungsfaktor kann durchaus auch das dreifache betragen.

 

Übrigens, den Autofocus sollten Sie ohnehin deaktivieren, wenn Sie ein Polfilter aufgesetzt haben, es sei denn, Sie fotografieren eine Landschaft mit der Entfernungseinstellung unendlich.

Woran erkenne ich ein zirkulares Polfilter?

Mit einem ganz einfachen Test können Sie feststellen, ob Sie ein lineares oder ein zirkulares Polfilter haben, soweit es nicht ohnehin bereits auf dem Filter steht. Steht dort nichts, handelt es sich fast immer um ein lineares Polfilter, bei zirkularen Polfiltern steht normalerweise auch zirkular außen auf der Metallfassung.

 

Halten Sie den Polfilter mit der Rückseite gegen einen TFT-Monitor. Drehen Sie den Polfilter.

 

Wenn es sich um ein zirkulares Polfilter handelt, dann werden sich geringfügig die Farben auf dem Monitor verändern, doch die Helligkeitswerte bleiben gleich. Handelt es sich stattdessen um ein lineares Polfilter und Sie drehen das Filter, wird in zwei Stellungen des Filters, jeweils dann wenn es sich in einer 90° Stellung zum polarisierten Licht des Monitors befindet, kein Licht mehr durchgelassen, das Polfilter ist schwarz.

 

Dasselbe passiert übrigens, wenn Sie ein zirkulares Polfilter falsch rum zum Monitor halten, nämlich mit der Frontseite zum Monitor. Bei einem linearen Polfilter ist es egal, ob Sie ihn mit der Front oder der Rückseite zum Monitor halten, es wird immer in zwei Stellungen des Filters kein Licht mehr durchgelassen. Das Licht eines TFT Monitors ist nämlich ebenfalls polarisiert.

Infrarotfilter

Auch in der digitalen Fotografie hat das Fotografieren mit nicht sichtbarem Infrarot-Licht nichts von seinem Reiz verloren.

 

Ein Infrarot Filter sperrt das sichtbare Licht weit gehend aus. Die meisten Infrarotfilter sperren sichtbares Licht mit weniger als 720 nm generell aus. Lediglich die wesentlich langwelligere Infrarotstrahlung wird von diesen Filtern nicht absorbiert.

 

Statt sichtbares Licht fotografieren Sie mit einem Infrarotfilter vor der Kamera das infrarote Wellenspektrum des Lichts, das wir mit unseren Augen nicht wahrnehmen können. Man bezeichnet diese Art der Fotografie auch als Falschfarbenfotografie.

 

Achten Sie jedoch vor dem Kauf eines Infrarotfilters auf die technischen Daten Ihrer Kamera, denn bei manchen digitalen Kameras gibt es einen umgekehrten Infrarot Filter, der den infraroten Teil des Wellenspektrums generell ausfiltert. Mit einer solchen Kamera können Sie keine Infrarotfotos machen.

 

Achten Sie beim Einsatz von Infrarotfiltern darauf, dass der Autofokus der Kamera nicht mehr unbedingt zuverlässig funktioniert, denn für Infrarotfilter muss die Entfernungseinstellung geringfügig korrigiert werden. Auf manchen Objektiven gibt es einen zweiten Fokuspunkt für Infrarotfotografie.

Effektfilter

In der analogen Fotografie spielten Effektfilter noch eine gewisse Rolle, denn nur mit extremer Dunkelkammerarbeit konnte man damals all die Effekte herbei zaubern, die heute bereits mit einem einfachen Bildbearbeitungsprogramm wie beispielsweise dem kostenlosen Irfan View möglich sind.

 

Ich persönlich war noch nie ein großer Freund von Effekthascherei, obwohl es heute im Photoshop noch viel einfacher wäre, alleine für den Photoshop gibt es Abertausende von Effektfiltern, viele davon sogar kostenlos. Und die meisten vollkommen überflüssig, es sei denn, Sie haben Spaß daran, schlechte Fotos durch irgendwelche seltsamen Effekte in vorübergehende Hingucker zu verwandeln.

 

Effektfilter werden dank zahlloser Plugins, die zwar ursprünglich sämtlich für den Photoshop entwickelt wurden, jedoch auch mit vielen anderen Bildbearbeitungsprogrammen zusammen arbeiten, völlig überflüssig.

Verlaufsfilter

Auf einigen Webseiten für digitale Fotografie wird immer noch der Einsatz von Verlaufsfiltern empfohlen, beispielsweise um das Blau des Himmels zu verstärken.

 

Seien Sie sich bewusst, wenn Sie mit Filtern arbeiten, dass die Bildinformationen, die durch einen Filter verfälscht wurden, endgültig in der Datei und damit auf Ihrem Foto sind. Stellen Sie nachträglich fest, dass Sie übertrieben haben, dann ist das Foto nicht mehr zu retten.

 

Statt Verlaufsfiltern verwendet man besser eine Einstellungs-Ebene im Photoshop, mit einer Einstellungs-Ebene können Sie jeden beliebigen Verlauf nachträglich über ein Bild legen und in seiner Deckkraft beliebig anpassen.

 

So verderben Sie nicht endgültig Ihr Bild, sondern können nach Belieben die Einstellungs Ebenen nachträglich löschen oder in ihrer Deckkraft anpassen. Ebenso wie Sie den Verlauf an sich ändern können.

 

Wenn es um das intensive Blau des Himmels geht, dann ist das Polfilter ohnehin die bessere Lösung. Natürlich sollte man auch damit nicht übertreiben.

Weitere Farbkorrekturfilter

Völlig ausgedient haben Sie noch nicht, die vielen Korrekturfilter, die für die analoge Fotografie entwickelt wurden. Denn wie bekommen Sie beispielsweise nachträglich einen Grün Stich aus einem Gesicht heraus, weil das Modell auf einer grünen Wiese saß?

 

Zumal das Grün auch noch Haut Unreinheiten extrem hervorhebt.

 

Mit einem leichten Filter in der Komplementärfarbe können Sie Farbstiche im Bild von vorneherein vermeiden.