Digitaler Fotokurs

 

Das Licht

 

Warum ist das Licht für das Fotografieren so wichtig?

 

 

 

 

 

Weil es nun mal Licht ist, das durch das Objektiv auf den Sensor beziehungsweise Film fällt.

 

 

Arjuna

 

 

 

Entweder direktes Licht, wenn wir eine Lichtquelle wie die Sonne, eine Fackel oder ein Feuerwerk fotografieren oder

 

 

 

 

 

 

 

 

reflektiertes Licht.

 

 

Fotografieren ist Malen mit Licht.

 

 

 

Licht ist nicht gleich Licht

Je nach Lichtquelle hat Licht eine eigene Farbe. Licht kann stark gerichtet sein oder auch diffus, wie wir es von einem stark bedeckten Himmel kennen, Licht kann frontal auf das Objekt auftreffen, so macht es der Kamerablitz, mehr oder minder von der Seite oder sogar als Gegenlicht hinter dem Objekt sein.

 

 

 

Moschee im Gegenlicht

 

 

 

Licht können wir ganz bewusst in die Gestaltung einbeziehen, keineswegs nur in der Studiofotografie, wo die Steuerung des Lichts das A. und O der Arbeit ist.

 

 

 

 

 

 

 

Für die Lichtführung im Studio ist eine eigene Webseite geplant, hier geht es um natürliches Licht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zunächst einmal zur Farbe des Lichts:

Licht hat eine Farbe oder die Funktion des Weißabgleichs

Licht in reinem Weiß gibt es als natürliches Licht so gut wie nie. Farbfilme in der analogen Fotografie sind dennoch auf reines Weiß mit einem Wert von 5500° Kelvin abgestimmt. Bei 5500° Kelvin haben die 3 Grundfarben nach dem RBG-Farbmodell Rot, Grün und Blau jeweils ein Drittel Anteil. Die Abweichungen des Tageslichts vom reinen Weiß sind bei Sonnenschein tolerierbar und geben durch ihren warmen Charakter bei Abweichungen in geringere Kelvin Werte oder umgekehrt den kühlen Charakter bei höheren Kelvin Werten die Stimmung wieder.

 

Bei analogem Filmmaterial mußte man nur bei erheblichen Abweichungen ins Blau (höherer Kelvin Wert) oder Gelb/Rot (geringerer Kelvin Wert) mit Korrekturfiltern ausgleichen bzw. für Kunstlicht ein anderes Filmmaterial nehmen, nämlich Kunstlichtfilm mit 3200° Kelvin.

 

 

Weißabgleich automatisch

 

 

Automatischer Weißabgleich

 

 

Weißabgleich und Korrekturfilter

 

Bei digitalen Kameras werden die Abweichungen vom reinen Weiß durch den Weißabgleich weitgehend automatisch erfasst und ausgeglichen.

 

In der analogen Fotografie spielten Korrekturfilter für Amateurfotografen eigentlich seit den sechziger Jahren bei Negativfilmen schon fast keine Rolle mehr, denn der Weißabgleich, der heute digital erfolgt, erfolgte damals automatisch im Großlabor, bei dem man seine Abzüge bestellte. Anders jedoch bei einem Diafilm, denn Farbstiche sind beim Dia (Umkehrfilm) endgültig.

 

Die gebräuchlichen Ausgleichsfilter (B1 - B12 und R1 - R12) wurden damals außerhalb der professionellen Fotografie, in der es insbesondere bei Produktfotos um höchste Farbtreue geht, nur von sehr anspruchsvollen Amateuren benutzt, die sich oft sogar ein Farbtemperatur-Meßgerät zugelegt hatten, um es wirklich richtig machen zu können.

 

 

Skylight-Filter

 

Einen Ausgleichsfilter kennen jedoch viele Amateure, nämlich das Skylight-Filter. Dieser Filter soll eigentlich bei bewölktem Himmel, im Hochgebirge und im Schatten den hohen Blauanteil im Licht herausfiltern und den Fotos eine etwas wärmere Tönung geben.

 

 

Skylight-Filter als Objektivschutz?

 

Doch viele Amateure lassen das Skylight-Filter als Objektivschutz ständig auf dem Objektiv und verfälschen damit nicht nur die Farben bei normalem Tageslicht, sondern nehmen auch Qualitätseinbußen hin. Denn jedes System ist immer nur so gut, wie das schwächste Glied in der Kette. Das ist in diesem Fall meist das Skylight-Filter. Filter werden außer bei sehr teuren Exemplaren nicht aus demselben hochwertigen optischen Glas hergestellt, das für Objektive verwendet wird. Damit wird die Leistung des Objektivs auf das Niveau des schwächsten Glieds herabgezogen. Ein Leitz- oder Zeiss-Objektiv für viele Tausend Euro und ständig das Skylight Filter als Objektivschutz ist rausgeschmissenes Geld. Dann würde es auch ein billiges Objektiv tun.

 

Alles, was die Leistungsfähigkeit des optischen Systems Kamera und Objektiv negativ beeinflussen kann, sollte nur Verwendung finden, wenn es tatsächlich benötigt wird. Bezogen auf Filter bedeutet das, dass die Qualitätseinbuße durch das schlechtere Glas des Filters zugunsten des durch den Filter erreichten Qualitätsgewinn mehr als aufgewogen wird. Das trifft beispielsweise bei einem Polarisationsfilter, soweit in der Aufnahmesituation angebracht, zu oder bei Weichzeichnern, wenn man diesen Effekt erreichen möchte. Außerdem schlucken alle Filter Licht und vermindern damit die Lichtstärke des Objektivs.

 

 

Weißabgleich automatisch

 

In Standardsituationen kann man sich fast blind auf den automatischen Weißabgleich einer Digitalkamera verlassen, der ziemlich zuverlässig selbst dann funktioniert, wenn es im Foto weder reines Weiß noch neutrales Grau gibt. Der automatische Weißabgleich hat jedoch selbst in Standart Situationen, also Sonne am Vor- oder Nachmittag im Flachland oder Mittelgebirge einen Nachteil. Da der automatische Weißabgleich immer versuchen wird, die Abweichung der Lichtfarbe vom reinen Weiß zu erkennen und auszugleichen, werden damit auch Lichtstimmungen durch wärmere oder kühlere Farben eliminiert.

 

Möchte man in Standartsituationen die Lichtstimmung wieder geben, sollte man im Kameramenü stattdessen Tageslicht, also reines Weiß mit 5500° Kelvin vorgeben.

 

Womit wir beim nächten Thema sind:

 

Manueller Weißabgleich

Weißabgleich über die Voreinstellungen im Kameramenü

 

Die meisten Digitalkameras bieten einige Voreinstellungen für den Weißabgleich an, die jedoch nur selten genau auf die Lichtsituation passen. Als Standart das Symbol für Tageslicht, also reines Weiß mit 5500° Kelvin. Zusätzlich mindestens noch das Symbol für bedeckten Himmel, bei dem das Tageslicht erheblich ins Blau abweicht und das Gegenteil, Glühlampenlicht mit seinem hohen Rot/Gelb Anteil. Darüber hinaus dann vielleicht noch Blitz (ebenfalls 5500° Kelvin) und Leuchtstoffröhren.

 

 

 

 

Orchidee, Weißabgleich über Voreinstellung Glühlampenlicht

 

Weißabgleich über Voreinstellung Glühlampenlicht

 

Diese Voreinstellungen sind besser als Nichts, doch selten genau genug um die Abweichung der Lichtfarbe vom reinen Weiß zu erfassen.

 

Denn Glühlampenlicht ist beispielsweise bei 2800° Kelvin voreingestellt. Das trifft jedoch nur recht selten zu. Die Farbtemperatur (also die Abweichung der Lichtfarbe vom reinen Weiß) einer Glühbirne ist sowohl von ihrer Leistung wie auch dem Alter abhängig. Glühbirnen mit 60 Watt oder mehr, die in der EU nicht mehr verkauft werden dürfen, haben im Neuzustand tatsächlich ca. 2800° Kelvin. Doch mit zunehmendem Alter vergilbt der Glaskolben und verschiebt die Lichtfarbe ins Gelb. Schwächere Glühbirnen weichen erheblich von 2800° Kelvin nach unten ab. Übrigens vergilben auch die Blitzröhren einer Blitzanlage mit der Zeit.

 

Doch gerade im Bereich des Kunstlichts machen bereits Abweichungen von 100° - 200° Kelvin nach oben oder unten erheblich was aus. Vom leichenblassen Gesicht bis zur Säufernase braucht es bei Kunstlicht nicht mehr als rund 200° Kelvin Abweichung nach oben (leichenblass) oder unten (massiver Rotstich) von der Lichtfarbe der Lichtquelle. Anders bei Tageslicht, wo uns selbst Abweichungen von 500° Kelvin kaum auffallen.

 

 

Manueller Weißabgleich mit externen Hilfsmitteln

 

Wenn weder die Automatik noch die Voreinstellungen genau genug sind, kann man bei vielen digitalen Spiegelreflexkameras den Weißabgleich manuell vornehmen. Dazu braucht man eine neutral graue Fläche oder eine rein weiße Fläche, auf die das Licht fällt, um das es geht. Nachdem man im Kameramenue den manuellen Weißabgleich aktiviert hat, richtet man die Kamera auf diese Fläche, die formatfüllend erfasst wird und betätigt den Auslöser. Der gemessene Wert wird in der Kamera gespeichert und bis zur Umstellung auf einen anderen Menüpunkt beibehalten.

 

Genormte Graukarte

Ideal ist dazu eine genormte Graukarte, die man im Fachhandel kaufen kann. Noch beser ist eine Gaukarte mit genormtem Farbkeil, wenn es für den professionellen Druck auf höchste Farbtreue ankommt. Diese Karte wird am Bildrand mit fotografiert und erlaubt später der Druckerei die genaue Farbabstimmung.

 

Blatt Papier oder Tempotaschentuch

Hat man keine Graukarte, kann auch ein weißes Blatt Papier (aufpassen, kein abgetöntes Weiß) oder ein Tempo-Taschentuch besser als Nichts sein. Das Blatt Papier hält man so, dass die Lichtquelle voll darauf scheint während das Papiertaschentuch auseinender gefaltet straff direkt über die Frontlinse des Objektivs gezogen wird und die Kamera auf die Lichtquelle gehalten wird.

 

Das liefert zwar keine 100%ig genauen Ergebnisse, dürfte meistens jedoch ausreichend sein.

Manueller Weißabgleich nicht möglich

Es gibt Situationen, in denen weder die Voreinstellungen noch der manuelle Weißabgleich hilfreich sind. Als Beispiel dieses Foto der alten Brücke in Heidelberg.

 

 

 

Original mit 2600° Kelvin

 

Automatischer Weißabgleich auf 2650° Kelvin. Die alte Brücke wurde als reines Weiß interpretiert.

 

Zu besonderen Gelegenheiten wie nach einer Heidelberger Schlossbeleuchtung wird die noch relativ neue Beleuchtung mit Quecksilberdampflampen eingeschaltet.

 

Diese Lampen für das Anstrahlen öffentlicher Gebäude haben je nach verwendetem Typ Farbtemperaturen von 3200° Kelvin bis zu 4200° Kelvin.

Nähers dazu auf Wikipedia.

 

Ich vermute, dass in Heidelberg der Typ mit 3500° Kelvin zum Einsatz kommt.

 

Macht man, wie beim obigen Foto den automatischen Weißabgleich, wird das abgetönte Weiß der alten Brücke als reines Weiß interpretiert und deshalb eine viel zu niedrige Farbtemperatur, in diesem Fall 2650° Kelvin, eingestellt. Die Folge, das Foto bekommt insgesamt einen Blaustich, der besonders beim Blau der Lampen und dem Grün der Bäume ins Auge fällt.

 

Allerdings wird man sich in einer solchen Situation schwer tun, vorab einen manuellen Weißabgleich zu machen, denn an die Lampen kommt man dazu nicht dicht genug heran, schon dreimal nicht nach einer Schlossbeleuchtung, denn dann ist die alte Brücke wegen der Aufräumarbeiten noch mindestens eine Stunde gesperrt.

 

Schloss und alte Brücke mit 3500° kelvin

 

Die Farbtemperatur wurde bei diesem Foto vom selben Standort auf realistisch wirkende 3500 ° Kelvin korrigiert.

 

Dasselbe Problem ergibt sich bei vielen öffentlichen Gebäuden, die Nachts angestrahlt werden. Man kommt für den manuellen Weißabgleich mit der Kamera nicht an die Lichtquellen heran und kann somit auch nicht die Farbtemperatur ermitteln.

 

Auf den beiden Fotos Heidelberger Schloss mit alter Brücke wird das Problem besonders deutlich, denn das Schloss wird mit einem ganz anderen Lampentyp mit einem sehr hohen Gelbanteil im Licht angestrahlt.

 

In all diesen Fällen wäre ein manueller Weißabgleich bereits mit der Kamera nur möglich, wenn man die Lichtfarbe kennt und numerisch in das Kameramenue eintippen könnte. Mir ist keine Kamera bekannt, die eine numerische Eingabe von Kelvin Werten ermöglicht. Wäre eigentlich mit einer Digitalkamera relativ einfach zu realisieren und zumindest im professionellen Bereich wünschenswert. Vielleicht eine Anregung für die Hersteller.

 

Doch, wenn die Fotos nicht als JPEG, sondern im Rohdatenformat gespeichert wurden, kann man den Weißabgleich problemlos auch nachträglich vornehmen.

 

Manueller Weißabgleich nachträglich

 

Im Rohdatenformat werden die 4 Farbkanäle (Rot, Blau und zweimal Grün) getrennt gespeichert und können deshalb in ihren Anteilen für das fertige Foto nachträglich neu abgestimmt werden.

 

Einer Kamera, die das Speichern im Rohdatenformat anbietet, liegt in der Regel bereits eine einfache Bildbearbeitungs-Software bei, mit der die nachträgliche Änderung der Farbtemperatur möglich ist.

 

Ich zeige es hier mit dem zum Photoshop gehörenden Bildverwaltungsprogramm "Bridge". Das ist keine Kaufempfehlung, denn es gibt viele, zum Teil sogar kostenlose Programme wie beispielsweise Gimp, die das auch können. Man muss als Amateur nicht den Preis für eine gute Kamera nur in die Bildbearbeitungssoftware investieren, von der erforderlichen Einarbeitungszeit ganz zu schweigen.

 

 

 

 

Keine Änderung an der Rohdatendatei vorgenommen, die Farbtemperatur, die die Kamera ermittelt hatte, ist unrealistische 5300° Kelvin.

 

 

 

 

Probehalber mal mit 2000° Kelvin. Da wird deutlich, dass das Schloss zu allem Überfluss auch noch mit unterschiedlichen Lampentypen angestrahlt wird. Also so nicht.

 

 

 

Nach mehreren Versuchen schließlich 3550° Kelvin eingestellt, dadurch werden die Mauern im Dicken Turm zwar immer noch viel zu rot und die direkt angestrahlten Flächen sind grauenhaft gelb, aber nur mit der Farbtemperatur bekommt man es nicht in den Griff.

 

 

Stattdessen nehme ich kräftig Sättigung der Gelbtöne heraus.

 

 

 

 

 

Mit einer weiteren Anpassung der Luminanz der 3 bestimmenden Farbtöne Gelb und Orange minus und Rot kräftig plus wird das Ergebnis allmählich akzeptabel.

 

Anschließend noch eine abschließende Bearbeitung im Photoshop (Foto um 2,6° drehen, Bildausschnitt und mit Auswahl der Lichter letztere noch etwas abdunkeln) wird das Ergebnis halbwegs brauchbar.

 

 

 

 

 

Wäre dieses Foto als JPEG abgespeichert gewesen, hätte ich es am Besten gleich gelöscht, denn diese Bearbeitungen wären im JPEG so nicht möglich gewesen.

Da ich gerade beim Aufräumen in meinen Bilderordnern war und schon über 5000 Bilddateien gelöscht wurden, wurde nach der Demo auch dieses Foto gelöscht, denn zu mehr als einer Demonstration der Anpassung von Farben ist es wirklich nicht brauchbar.

Weißabgleich und Rohdatenformat

In einem JPEG ist ein nachträglicher Weißabgleich nahezu nicht möglich. Doch egal wie sorgfältig Sie bereits bei der Aufnahme vorgegangen sind, es kann immer noch nachträglich eine kleine oder wie im obigen Beispiel auch massive Korrektur erforderlich sein. Das geht problemlos nur mit Rohdatendateien.

 

Gerade weil eine digitale Spiegelreflexkamera eine numerische Eingabe der Farbtemperatur nicht anbietet, ist die problemlose nachträgliche Anpassung so wichtig. Ganz besonders dann, wenn sich der Weißabgleich mit der Kamera nicht ermitteln lässt, die Farbtemperatur der Lichtquellen jedoch bekannt ist.

 

Deshalb, wenn Ihre Kamera die Speicherung als Rohdatendatei anbietet, sollten Sie davon immer Gebrauch machen.

 

 

 

 

 

 

Starke Reflexionen beeinflussen die Farbe des Lichts

Nicht nur die Lichtquelle, sondern auch die das Licht reflektierenden Flächen wie zum Beispiel Schnee oder eine Wiese haben einen starken Einfluss aus die Farben in einem Foto.

 

Ein Portrait auf einer grünen Wiese kann das Licht insgesamt ins Grün verschieben. Grün ist jedoch eine ausgesprochen unvorteilhafte Farbe für ein Portrait, Grün als Komplementärfarbe zu Rot hebt Haut-Unreinheiten extrem hervor. Das lässt sich noch nicht einmal über den Kelvinwert weg bringen, entweder man setzt vorher bereits einen leicht getönten Filter in der Komplementärfarbe auf die Kamera, der den hohen Grünanteil im reflektierten Licht wieder wegfiltert oder man arbeitet anschließend in einem Bildbearbeitungsprogramm um das selbe zu erreichen. Wobei grundsätzlich zu beachten gilt, je besser die Aufnahme, umso besser anschließend auch das Ergebnis im Bildbearbeitungs-Programm. Bildinformationen, die bereits bei der Aufnahme fehlen, kann auch das beste Bildbearbeitungsprogramm nachträglich nicht mehr herstellen. Man kann dann höchstens noch mit viel Feinarbeit versuchen, zumindest die gröbsten Fehler auszubügeln.

 

Ähnliches gilt im Hochgebirge, dort ist der UV Anteil im Licht besonders hoch und zudem reflektiert Schnee in den Schattenpartien extrem stark blau. Das jedoch bekommen Sie über den Regler für die Farbtemperatur des Lichts anschließend leicht wieder heraus, denn bei der Farbtemperatur des Lichts geht es um Rot- und Blauanteile. Vorausgesetzt natürlich, es wurde im Rohdatenformat abgespeichert und nicht als JPEG.

 

 

 

 

Die Ermittlung der Farbtemperatur, die früher auch für den anspruchsvollen Amateur unumgänglich war, weil sich Fehler bei der Aufnahme nachträglich im Diafilm nicht mehr korrigieren ließen, gehört bei der Digital Fotografie fast schon der Vergangenheit an, zumindest, um es nochmals zu betonen, wenn man grundsätzlich nur im Rohdatenformat abspeichert und nur bei den Kameras, die sowohl im Rohdatenformat als auch gleichzeitig als JPEG abspeichern, gelegentlich diese Funktion zusätzlich nutzt. Das abspeichern als JPEG hat zumindest mal den Vorteil, dass man sich die Bilder anschließend am Computer auch ohne ein Programm, das Rohdaten lesen kann, gleich mal ansehen kann. Zu mehr taugt als JPEG Format als Speicherformat allerdings nicht. Für die nachträgliche Bildbearbeitung ist es eine Katastrophe.

 

 

 

 

 

 

Diese Funktion nutze ich beispielsweise in Italien, wenn ich bei Freunden zu Gast bin, meine Freunde haben keinen Photoshop und auch kein Adobe Bridge. Zur nachträglichen Bearbeitung zuhause sind die Bilder zusätzlich im Rohdatenformat abgespeichert. Die JPEGs werden zuhause gelöscht.

Nützlich ist das gleichzeitige Abspeichern in beiden Formaten auch, wenn man Fotos von Models macht und den Models die noch nicht bearbeiteten Fotos anschließend gleich mitgeben möchte.

 

Achten Sie grundsätzlich nicht nur auf die Lichtfarbe an sich, sondern auch auf Reflektionsflächen wie Schnee oder eine grüne Wiese, die die Farben im Bild erheblich verändern können.

Licht von stark gebündelt bis zu diffus

 

 

 

 

 

Stark gebündeltes Licht gibt es in der prallen Mittagssonne oder im Studio bei der Verwendung eines Spotlights. Stark gebündeltes Licht ist für die meisten Aufnahmesituationen eher unerwünscht. Im Studio verwendet man das Spotlight praktisch nie als Hauptlicht, sondern um Glanzeffekte beispielsweise auf den Haaren eines Models zu setzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Je stärker das Licht gebündelt ist, je praller es auf ein Objekt fällt, umso härter werden die Schatten. Zumal eine digitale Kamera nicht den Kontrastumfang eines feinkörnigen Diafilms erreicht und somit die Lichter noch mehr ausgefressen erscheinen und die Schatten noch tiefer. Also, möglichst nicht in der prallen Mittagssonne fotografieren. Das Licht am Vormittag oder Nachmittag ist deutlich weicher.

 

 

 

 

 

 

 

Das gegenteilige Licht gibt es bei leichtem Nebel,

 

 

 

Nebel

 

 

Konturen sind kaum noch zu erkennen, Farben werden stark gedämpft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dennoch ist für Porträts ein eher diffuses Licht zu bevorzugen. Natürlich gibt es auch davon Ausnahmen, dieses Schwarzweiß Porträt entstand am späteren Nachmittag bei praller Sonne. Die Schattenpartien sind noch genügend durch gezeichnet, um nicht einfach nur schwarz zu sein. Und das ohne Nacharbeit im Photoshop. Das Foto entstand ohnehin vor vielen Jahren mit einer 6x6 Spiegelreflexkamera.

 

 

 

 

 

 

 

Das optimale Licht für die meisten Aufnahmesituationen ist leicht diffus, zumindest ein weiches Licht.

 

 

 

 

Chinesischer Flieder - Syringa chinensis

 

 

 

Chinesischer Flieder - Syringa chinensis bei nahezu bedecktem Himmel, also diffusem, weichem Licht.

 

 

Stimmungsvolle Landschaftsbilder

 

 

 

 

 

 

Doch die stimmungsvollsten Landschaftsbilder entstehen oft bei einem leicht bewölkten Himmel mit ziehenden Wolken. Hier ist es der Kontrast zwischen den durch den Schatten der Wolken abgedunkelten Bereichen und dem Leuchten der von der Sonne direkt beschienenen Flächen, der aus einem normalen Landschaftsfoto ein besonderes Bild machen kann.

 

Das ist eine Lichtsituation, für die die Toskana zu Recht berühmt ist. Meine Toskanafotos sind auf der Webseite von Freunden, die in einer zauberhaft schönen Landschaft Ferienwohnungen anbieten.

Ferienwohnungen Toskana

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Statt ziehender Wolken können es auch wie bei diesen Fotos einfach Wald und Lichtung sein, die Akzente setzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Richtung des Lichts

Auflicht

Am unvorteilhaftesten ist Licht, das frontal auf das Objekt fällt, beispielsweise vom Blitzgerät auf der Kamera. Ein Gesicht wirkt ausgesprochen flach, denn die Konturen des Gesichts verschwimmen im Licht.

Der Kamerablitz und Aufsteckblitzgeräte

Sowohl der Kamera eigene Blitz als auch ein Aufsteckblitzgerät liefern das unvorteilhafte direkte Auflicht. Mit einem Blitzgerät auf der Kamera zerstören Sie jede Atmosphäre.

 

 

 

 

Feuertänzerin Arjuna

 

 

 

Natürliches Licht und damit Atmosphäre.

 

Der Kamera Blitz beziehungsweise das stärkere Aufsteckblitzgerät sind eigentlich nur in der Reportagefotografie und für Erinnerungs-Fotos brauchbar.

 

Bei einem Aufsteckblitzgerät können Sie zumindest dann noch etwas Zeichnung in ein Bild bringen, wenn Sie es, wie Sie es vielleicht schon bei Fotoreportern gesehen haben, nicht auf den Zubehörschuh der Kamera stecken, sondern es stattdessen mit einer Zubehörschiene etwas seitlich versetzt von der Kamera mit der Kamera verbinden. Das ist zwar immer noch nicht das Gelbe vom Ei, es bleibt ein grauenhaftes Licht, doch es ist immer noch besser, als der Blitz direkt oberhalb vom Objektiv der einem Model frontal in die Augen leuchtet.

 

Fotos, die über den Erinnerungswert hinaus wirken sollen,

 

 

Kelvin Kalvus

 

Kelvin Kalvus bei einem Ritterfest in Hirschhorn am Neckar.

 

 

 

 

 

 

 

und Arjuna.

 

 

macht man nicht mit einem Blitzgerät auf oder direkt neben der Kamera.

 

Mit den 2012 auf den Markt gekommenen neuen Kameras von Nikon und Pentax braucht man noch nicht einmal mehr in der Dämmerung zusätzliches Licht von der Kamera. Beide Kameras sollen ohne Bild Rauschen ISO 3600 ermöglichen, die bisherige Grenze lag bei ISO 400. Das ist ein Zugewinn von drei Blenden-Stufen. Oder bei derselben Blende der Unterschied zwischen noch ohne Stativ fotografieren können oder ein Stativ benötigen. Als Beispiel, korrekte Belichtung bei ISO 400 bei offener Blende mit einem relativ lichtstarken Zoomobjektiv: Blende 3,5, Belichtungszeit 1/4 Sekunde. Dasselbe mit ISO 3200: Blende 3,5, Belichtungszeit 1/30 Sekunde.

 

Mit zunehmendem Bild Rauschen ermöglicht die Pentax K-5 bisher unvorstellbare ISO Werte und geht bis ISO 56.000. Allerdings sind die ganz hohen Empfindlichkeiten für die kreative Fotografie absolut ungeeignet, das Bild Rauschen ist allzu massiv. Doch selbst ISO 12800 hat nicht mehr Bildrauschen als bei älteren Kameramodellen ISO 1600.

 

Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wäre es wohl auch das Ende besonders lichtstarker Objektive, die man bisher einsetzte, um mit natürlichem Licht (available light) auch noch in schwierigen Lichtsituationen fotografieren zu können. Denn, warum sollte man für den Zugewinn von einer oder zwei Blenden, die man mit einem besonders lichtstarken Objektiv erreicht, viele Tausend Euro ausgeben, wenn man dasselbe oder sogar mehr mit einer besonders empfindlichen Kamera erreicht, die weniger kostet als ein einziges lichtstarkes Objektiv?

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Kaiserdom zu Worms am Nachmittag. Dieses Licht ist die Sonne, die durch die kleinen, hochliegenden Fenster der romanischen Kirche scheint und wie ein Spotlight nur kleine Teilflächen beleuchtet.

 

 

 

 

 

 

Ein Stilleben mit Auflicht schräg von oben.

 

 

Direktes Auflicht aus Richtung der Kamera, vor allem durch den Kamerablitz oder ein Aufsteckblitzgerät sollte also möglichst vermieden werden.

 

Ebenso wenig sollte man die Sonne direkt im Rücken haben, das ist fast ebenso schlimm wie ein Kamerablitz.

 

Das Licht sollte immer etwas seitlich versetzt vom Fotografen sein, allerdings, je stärker zur Seite versetzt, umso eher müssen die Schattenpartien zusätzlich aufgehellt werden. Dafür ist notfalls sogar der Kamerablitz als Aufhellleuchte geeignet. Besser sind jedoch Reflexfolien, mit denen man ganz gezielt vorgehen kann.

 

Auch im Studio begnügt man sich nur selten mit dem Licht selbst eines extrem weichen Hauptlichts vom Hazylight oder einer großen Softbox, sondern benutzt ein weiteres, schwächeres Blitzgerät zum Aufhellen der Schatten oder stattdessen Reflexfolien oder Styropor Tafeln.

 

Wie unterschiedlich ein und dasselbe Motiv mit anderem Licht kommt, sehen Sie bei diesen beiden Fotos von einer Obstschale.

 

 

 

 

Dasselbe Stilleben mit Gegenlicht.

Gegenlicht

 

 

 

 

Gegenlicht stellt besondere Herausforderungen an den Fotografen wie auch die Technik. Gegenlicht kommt prinzipiell aus irgendeinem Winkel hinter dem Objekt. Gegenlicht betont die äusseren Konturen bis zum totalen Schattenriss.

 

 

 

 

 

 

 

Mit Gegenlicht ist eine Kameraautomatik in der Regel überfordert. Entweder bei Mitten betonter Messung wird die Belichtung auf das Objekt eingestellt, der Himmel überstrahlt es jedoch, so dass sich sogar die Konturen im Überstrahlt werden auflösen oder umgekehrt, die Belichtungsautomatik erfasst den hellen Himmel und das Objekt verschwindet im tiefen Schatten, nur noch seine Konturen sind deutlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Model Sabrina im Gegenlicht

 

 

 

 

 

Wenn man keinen manuellen Belichtungsmesser zur Verfügung hat, dann benutzt man am besten die Spotmessung und misst damit verschiedene Bildteile einzeln aus. Anschließend wählt man aus den so ermittelten Belichtungswerten einen Mittelwert und probiert es damit.

 

Oder man macht einige Testfotos mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen und tastet sich so an das optimale Ergebnis heran. Schließlich erlaubt das Display die sofortige Kontrolle und anschließende Korrektur der Belichtung..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Man kann auch eine Belichtungsreihe machen mit jeweils mindestens drei Fotos, die in einer vollen Blendensstufe vom optimalen Wert nach oben und unten abweichen. Mit der HDR Funktion des Photoshop oder einem darauf spezialisierten Computerprogramm kann man anschließend diese Bilder miteinander verrechnen lassen und erhält somit oft ein beeindruckendes Ergebnis.

 

 

 

Cyclamen

 

 

Dieses Foto stellt einen Übergang vom Gegenlicht zum Streiflicht dar. Im reinen Gegenlicht wären die Blüten Stengel schwach durchleuchtete Schatten. Doch die Lichtquelle ist immer noch knapp hinter der horizontalen Achse, somit sowohl Gegenlicht als auch Streiflicht.

 

 

Streiflicht

 

 

 

 

 

 

 

 

Streiflicht lässt etwas richtig aufleuchten. Das gilt nicht nur für die Blüte im oberen Bild, es gilt insbesondere auch in der Architektur, wo man mit Streiflicht die Schönheit einer Fassade erst so richtig zur Geltung bringen kann.

 

 

 

 

 

 

Als Streiflicht bezeichnet man Licht, das nahezu aus einem 90° Winkel von der Seite kommt. Diese Situation ist in der Natur am frühen Abend gegeben, wenn die Sonne bereits dicht über dem Horizont steht und das Objekt in einem nahezu 90° Winkel zur Sonne steht. Mit Streiflicht werden Konturen besonders hervorgehoben.

 

Besonders deutlich lässt es sich an diesen Fotos des Hotels zum Ritter in Heidelberg demonstrieren.

 

Vermutlich nach dem Heidelberger Schloss eines der meistfotografierten Gebäude in Heidelberg, ist es doch das einzige Renaissancegebäude, das die Brandschatzung durch französische Truppen im pfälzischen Erbfolgekrieg nahezu unbeschadet überstand. Vielleicht deshalb, weil es damals einem Franzosen gehörte.

 

Der Fassade des Hotels zum Ritter bekommt das abendliche Streiflicht ganz besonders gut.

 

Zum Vergleich eine Aufnahme, die am Nachmittag entstand, dann kommt das Licht zwar auch schon einigermaßen seitlich, doch das Streiflicht gibt es erst kurz vor Sonnenuntergang.

 

Streiflicht hebt Konturen ganz besonders plastisch hervor.

 

Das nebenstehende Foto vom Nachmittag würde noch langweiliger gegenüber dem oberen Foto wirken, wäre es nicht im Photoshop gewaltig aufgepeppt worden.

 

Streiflicht ist auch wichtig zur Dokumentation beispielsweise von Unfallschäden, Schäden an einer Gebäudefassade und vielen anderen Dokumentationen, denn durch das Streiflicht werden die Schäden erst wirklich sichtbar.

 

Tödlich ist dabei oft der Kamerablitz, bei solchen Fotos kann man den eigentlichen

Schaden bestenfalls noch

ahnen, wirklich sofort nachvollziehbar für jeden Betrachter ohne weitere Erklärung werden Fotos von beispielsweise Karosserieschäden, Beulen in einer Karosserie und Ähnliches mehr meist nur durch den gezielten Einsatz von Streiflicht.

 

Mit fotografischen Dokumentationen für Sachverständige und als Beweismittel vor Gericht habe ich reichlich Erfahrung gesammelt. Je eindrucksvoller ein Schaden auf einem Foto demonstriert wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Richter der eigenen Argumentation folgen und den Schaden ebenso wie man selbst als erheblich einstufen.

 

 

Besondere Lichtsituationen

 

 

 

Das Heidelberger Schloss, für mich als Heidelberger natürlich eines meiner Lieblings Fotomotive, kommt am besten bei abendlichen Licht, das als leichtes Streiflicht mit seinem hohen Rotanteil die Sandstein Mauern geradezu zum Leuchten bringt.

 

 

 

Tagsüber wirkt das Schloss aus der Ferne eher langweilig, der heimische Sandstein verschmilzt farblich nahezu mit dem bewaldeten Hintergrund und das Schloss ist kaum noch zu sehen.

 

Dazu ein direkter Vergleich. Das obige Foto wurde im Photoshop nicht nachbearbeitet, doch um überhaupt etwas von dem Schloss vor dem Hintergrund, mit dem es fast verschmilzt, sehen zu können, wurde die Farbdynamik der Rohdaten Datei in Adobe Bridge bereits um 20 % angehoben. Als nächstes sehen Sie dieses Bild nochmal mit einer Nachbearbeitung im Photoshop, die das Schloss etwas hervorhebt, auch wenn die Wirkung des abendlichen Lichts mit keinen noch so ausgefeilten Tricks im Photoshop erreicht werden kann.

 

 

 

 

 

 

Bei der Nachbearbeitung wurden über "Auswahl" > "Farbbereich" >"Tiefen" die dunklen Teile im Bild ausgewählt, mit einer weichen Kante von 80 Pixeln versehen, die Auswahl mit "Ebene als Kopie" auf eine neue Ebene dupliziert, mit der Ursprungsebene mit "negativ multiplizieren" und 50 % Deckkraft verrechnet. Diese Ebene wurde nochmals dupliziert und mit "weichem Licht" ebenfalls mit 50 % Deckkraft mit der zweiten Ebene verrechnet. Dadurch kommt das Schloss und die Bäume im Vordergrund mit dem hellen Laub des Frühjahrs etwas stärker zur Geltung. Doch man kann an diesem Foto herumdoktern, soviel man will, ein gutes Foto wird es trotzdem nicht. Es ist einfach nicht das richtige Licht für das Heidelberger Schloss.

 

Ganz anders das Foto, das vom gegenüberliegenden Heiligenberg kurz vor Sonnenuntergang aufgenommen wurde.

 

 

 

 

 

Weitere Bilder vom Heidelberger Schloss finden Sie auf meiner Webseite heidelberg-photo.com

 

Bei den Fotos, die für Heidelberg-Photo.com tagsüber aufgenommen wurden, ist im Photoshop der Kontrast teilweise erheblich erhöht worden, um das Schloss vor dem Hintergrund überhaupt sichtbar zu machen.

Porträt und Objektfotografie im Freien

 

 

 

Fotomodel Sabrina

 

Sabrina in der Nachmittagssonne ohne zusätzliche Aufhellung. Die Sonne stand an diesem Tag im Januar schon ziemlich tief, als wir die Fotos am Heidelberger Schloss machten, Die Schatten entstanden durch die Bäume im Schlossgarten.

 

 

Nur selten werden Sie, insbesondere wenn Termine mit Fotomodels vereinbart wurden, oder Sie einen Termin haben, um ein Auto zu fotografieren, das optimale Licht vorfinden. In einem solchen Fall ist es gut, wenn Ihnen ein bis zwei Assistenten behilflich sind, die mit Reflektionswänden dem Licht auf die Sprünge helfen.

 

 

 

 

 

Bei diesem und den folgenden Fotos der beiden Models Sabrina und Denise kam eine Reflexfolie zum Einsatz.

 

Reflektionswände gibt es fertig zu kaufen, bei Nichtbedarf lassen sich zu einem kleinen Paket zusammenfalten. Für Lampenstative gibt es Aufsätze, mit denen Sie eine Reflexwand am Lampenstativ fixieren können. Funktioniert ohne Assistenten, die das Stativ festhalten, jedoch nur bei annähernd Windstille.

 

 

 

 

 

 

Reflektionswände kann man sich auch selbst bauen. Man nehme dazu eine 3-5 mm (je nach Größe) starke Sperrholzplatte und eine Silberfolie, die auf der Rückseite mit Klebestoff beschichtet ist. An der Sperrholzplatte kann man zusätzlich ein Stativgewinde befestigen und mit dem Kugelkopf des Kamerastativs verbinden. Für besonders weiches Licht genügt eine Styroporplatte ohne Silberfolie (Outdoor: Achtung Wind!).

 

Mit Reflektionswänden können Sie nicht nur Schatten aufhellen, sondern gezielt Licht dorthin lenken, wo sie es brauchen.

 

In der professionellen Fotografie kommen auch draußen transportable, mit Akkus betriebene Blitzanlagen zum Einsatz, doch das ist ein Aufwand, der sowohl finanziell als auch personell (Haben Sie einen oder mehrere Assistenten?) einen Amateur überfordert.